Wolfgang Fritz HaugKritik der WarenästhetikÜberarbeitete und um ein Zweites Buch zur Warenästhetik im High-Tech-Kapitalismus erweiterte Neuausgabe Inhalt
Vorwort
Erstes BuchZur Warenästhetik im Fordismus
Einleitung
Erster Teil 1 Ursprung der Warenästhetik aus dem Widerspruch im Tauschverhältnis 2 Die starken Reize als Instrument des handelskapitalistischen Verwertungsinteresses 3 Liebeswerben, Luxus des Adels und bürgerlicher Rausch mit klarem Kopf; Schokolade, Tee, Tabak, Kaffee 4 Kapitalistische Massenproduktion und Realisationsproblem – Ästhetik der Massenware 5 Erster Effekt und zugleich Instrument der Monopolisierung: Ästhetische Monopolisierung eines Gebrauchswerts (>Marke<) – Nähe zur Warenfälschung; Kämpfe um und mit Hilfe von Namen; Rosy gegen Rosy Rosy; Konkurrenz der Erscheinungsbilder; Helmut Schmidts Auffassung der politischen Auseinandersetzung als bloßer Eindruckskonkurrenz; Goebbels als Markentechniker6 Die Unwirklichkeit der Warenästhetik, dagegen die Wirklichkeit des Werbegeschenks; Ladendiebstahl als Umkehrung des Werbegeschenks auf eigene Faust 7 Zweiter Effekt der Monopolisierung: Ästhetische Innovation – Veraltung des in Gebrauch Befindlichen; Altes raus, Neues rein! Alte Platten sind öde! Krawatten werden breiter; der Ausweg der Herrenkonfektion aus der Krise von 1967: Wer Grau trägt, ist feige; jugendliche als Ideal-Kunden, daher Zwang zur Jugendlichkeit Zweiter Teil1 Technokratie der Sinnlichkeit, allgemein2 Hoher Rang des bloßen Scheins im Kapitalismus3 Ästhetische Abstraktion, philosophisches Vorspiel4 Ästhetische Abstraktion der Ware: Oberfläche – Verpackung – Reklamebild5 Der als Spiegelbild der Sehnsucht aufgemachte Schein, auf den man hereinfällt6 Korrumpierende Gebrauchswerte, ihre Rückwirkung auf die Bedürfnisstruktur7 Die Zweideutigkeit der Warenästhetik am Beispiel der Indienstnahme des sexuellen Scheins Dritter Teil1 Das Verkaufsgespräch – Charaktermaske von Käufer und Verkäufer2 Die Modellierung der Verkäufer3 Verkaufsort, Verkaufsgeschehen und Auflösung der Ware in einen Erlebnisvorgang; Impulskauf und Zerstreuung des Publikums
4 Modellierung der Käuferwelt: Kleidung als Verpackung; Sprache der Liebe; Kosmetik; Auslöschung und Umfunktionierung des Körpergeruchs5 Modellierung der Männer – Herrenkosmetik; täglich frische Wäsche; Erscheinungsbild des Männlichen; Auftritt des Penis auf der Warenbühne6 Tendenzen der Modellierung der Sinnlichkeit – Soziogenese der Zwangsverjüngung; Indienstnahme des Jugendreizes; Wohnlandschaft als Sexuallandschaft, in der nicht gealtert, wohl aber gestorben werden kann7 Warenästhetik, umfassende Bedeutung >Hush Puppies< und Verbreitung einer Hunderasse; Subjekt-Objekt mitkonstituiert durch Warenästhetik; Naturgeschichte des Kapitalismus
Vierter Teil
1 Kaufhaus des Westens
2
Personaleingang
3
Die Coca-Cola-Tauben von Venedig
4
>Sinnlose Arbeit< und >Warenbewusstsein<
5 Sekundäre Ausbeutung und Klasseninteresse der Herrschenden am Schein der Klassenlosigkeit6 Hineinwirken in den Sozialismus und Vergleich mit diesem, um das spezifisch Kapitalistische zu verdeutlichen; Illusionsindustrie; Repräsentation auf allgemeingesellschaftlicher und staatlicher Ebene; Faschismus als Schein-Sozialismus
7
Kunst im Besitz des Kapitals und zu seinen Diensten: das Warengedicht
der Werbung, dagegen die ohnmächtige Antiwerbung der Dichter; Repräsentation
des Einzelkapitals
Zweites Buch
Zur Warenästhetik im High-Tech-Kapitalismus
Einleitung
Erster Teil
1
Werbung in der Epoche des Internet
2
>Morphing< und digitale virtuelle
Werbung
3
Altes und Neues; antagonistische Kommunikation; warum nicht
Warensemiotik; Warenästhetik als Warenchemie; >die Kunst, Papier zum
Schmecken zu bringen<; Nestlés >Croustimètre<
und der >Bahlsen-Klang<
von Keksen
4
Die >Marke< als ästhetisches Gebrauchswertmonopol;
Markennamenfindung als Geschäftszweig; Sachsen gegen Villa Sachsen; Innovation;
Markenkrieg statt Konkurrenz der Produkte
5
Markenausdehnung als verallgemeinertes Gebrauchswertversprechen; Namedropping; Markenerweiterung; Marke als Anlagekapital;
Marke als >Corporate Identity<; Ausdehnung auf
die Subjekte; die Kunden zu Konsumenten züchten; >Schulhof-Währung< als
Markenhebel; Merchandizing; Übergreifen der
Markenlogik auf Politik und allgemeine Öffentlichkeit; Übergreifen der Markenform
auf den Widerstand gegen sie
6
Einkaufszentren als Läden-Cluster-Marke;
Ähnlichkeiten mit Ferienclubs; Einkaufen als Pseudo-Freizeit; die privatisierte
Stadt in der Stadt; Kaufhauswandern; ein Versprechen, das nicht erfüllt werden
kann; das Aldi-Paradigma; Niketown; Buchhandelsketten
Zweiter Teil
1 E-Commerce; Vermarktung der >Start ups<;
Dot.com-Todeslisten
2
Skeptische Rezeption; Werbeverdruss; Ausweichen in Antiwerbung;
Marginalisierung der Ware; Werbung als Unterhaltung
3
Realisationsproblem der Werbung; das Google-Paradigma,
persönlicher Zuschnitt der Vermarktung; Erlaubniswerbung
4
>Tritt nackt herein, geh angezogen hinaus<; Einkleidung der
Subjekte
5
Das Prekariat des Konsumismus
6
Warenästhetik als Globalisierungsmagnet; Armutstourismus
7
Ästhetik der Globalware
Dritter Teil
1
Symbiose von Markt und Medien
2
Die Ausdehnung des Marketing und Metonymie von ^Verkaufen^^
3
Hyperkommerzialisierung der Kultur
4
Übergang von Warenästhetik zu Gebrauchswert
5
Solidarmarketing
6
Sponsoring
7
Aufstand eines Schriftstellers; die Abhängigkeit vom Sponsoring eklatiert in der Finanzkrise
Vierter Teil
1
Die Veraltung der Kritik in der Epoche der neoliberalen Globalisierung
2
Zur Kritik der technizistischen Reduktion des
Gebrauchswerts
3 Abschaffung der Wirklichkeit
4
Simulation
5
>Opium fürs Volk. Täglich 19.00 Uhr<
6
Kunst und >Ästhetik des totalen Scheins<
7
Die Wiederkehr der Kritik